Du hast einen Song fertig produziert – vielleicht klassisch im Homestudio, vielleicht mit einem KI-Musikgenerator – und möchtest ihn auf Spotify, TikTok und weitere Plattformen bringen? Genau darum geht es in meinem YouTube-Video „Deinen Song auf Spotify & TikTok bringen – So geht’s mit DittoMusic!“. Darin zeige ich den kompletten Ablauf direkt im Release Builder.

In diesem Artikel gehen wir den Prozess noch einmal Schritt für Schritt durch: vom Ditto-Account über Cover-Art und Audiodatei bis zum finalen Absenden. Außerdem klären wir, wie viel Vorlauf du einplanen solltest, welche Rechte bei KI-Musik wichtig sind und wo dein Song am Ende überall landen kann.

Was ist Ditto Music?

Ditto Music ist ein digitaler Musikvertrieb. Du lädst deinen fertigen Song einmal hoch und Ditto liefert ihn anschließend – abhängig von deiner Auswahl und dem aktuellen Angebot – an verschiedene Streamingdienste, Social-Media-Plattformen und Musik-Stores aus.

Dazu gehören unter anderem:

  • Spotify
  • Apple Music
  • Amazon Music
  • TikTok
  • Instagram und Facebook
  • YouTube Music
  • SoundCloud
  • Snapchat
  • CapCut
  • Canva
  • Deezer
  • weitere Stores und Musikerkennungsdienste

Die konkrete Store-Liste kann sich verändern. Deshalb solltest du vor dem Absenden immer prüfen, welche Plattformen dir im aktuellen Release Builder tatsächlich angezeigt werden.

Vor dem Start: Diese Dateien brauchst du

Bevor du einen Release anlegst, solltest du alles vorbereitet haben:

  1. die fertige Audiodatei,
  2. ein passendes Cover,
  3. den gewünschten Künstlernamen,
  4. Titel, Genre und Sprache,
  5. Informationen zu Copyright Holder und Record Label,
  6. die Track-Credits,
  7. ein realistisches Release-Datum.

Im Video verwende ich als Beispiel das Instrumentalstück „Frozen Dice“. Das Stück ist für künftige Videos gedacht und zeigt gut, dass nicht nur klassische Pop-Songs, sondern auch Instrumentals über einen Distributor veröffentlicht werden können.

Digitale Musikdistribution mit Cover, Waveform und Release-Checkliste

Schritt 1: Ditto-Account anlegen

Zuerst öffnest du die Website von Ditto Music und legst einen Account an. Dafür benötigst du üblicherweise eine E-Mail-Adresse und deine persönlichen beziehungsweise geschäftlichen Angaben.

Nach dem Login landest du im Dashboard. Dort findest du den Bereich für deine Musik und kannst einen neuen Release starten. Die Bezeichnungen können sich durch Updates leicht verändern, das Grundprinzip bleibt aber gleich.

Klicke auf „Create Release“, „New Release“ oder den entsprechenden Button, um den Release Builder zu öffnen.

Schritt 2: Release Builder öffnen und Grunddaten eintragen

Im ersten Bereich werden die wichtigsten Metadaten deines Releases abgefragt.

Songtitel

Trage zunächst den exakten Titel deines Songs ein. Im Beispiel ist das:

Frozen Dice

Achte darauf, dass der Titel überall gleich geschrieben wird – also auch auf dem Cover, in den Credits und später in deinen Social-Media-Posts.

Copyright Holder

Als Nächstes gibst du den Copyright Holder an. Das ist die Person oder das Unternehmen, dem die Rechte am Werk gehören.

Wenn du den Song selbst erstellt hast und keine anderen Rechteinhaber beteiligt sind, kann hier beispielsweise dein eigener Name stehen. Bei einem Label, einer Kooperation oder gemeinsam produzierter Musik müssen die tatsächlichen Rechteverhältnisse berücksichtigt werden.

Record Label

Beim Record Label kannst du dein eigenes Label eintragen. Wenn du kein Label hast, verwenden viele unabhängige Artists ihren Künstlernamen oder eine selbst gewählte Label-Bezeichnung. Wichtig ist vor allem, dass die Angabe nicht irreführend ist und zu deinem Release passt.

Release Artist

Danach wählst du den Künstlernamen aus, unter dem der Song erscheinen soll. Prüfe diesen Schritt besonders sorgfältig: Ein falsch geschriebener Artistname kann später zu Problemen bei der Zuordnung deines Künstlerprofils führen.

Schritt 3: Cover-Art hochladen

Jetzt braucht dein Song ein Cover. Im Video nutze ich ein quadratisches Bild mit 1400 x 1400 Pixeln.

Diese Größe funktioniert im gezeigten Beispiel. Die offiziellen Ditto-Hinweise nennen inzwischen je nach Richtlinie und Release typischerweise ein quadratisches JPG- oder JPEG-Bild im RGB-Farbmodus, häufig mit 3000 x 3000 Pixeln als empfohlenem beziehungsweise idealem Maß. Die Mindestanforderung kann bei 1400 x 1400 Pixeln liegen.

Prüfe deshalb vor dem Upload die aktuellen Ditto-Anforderungen für Artwork. Maßgeblich sind immer die Hinweise, die dir der aktuelle Release Builder anzeigt.

Achte außerdem darauf:

  • Das Bild muss exakt quadratisch sein.
  • Verwende JPG oder JPEG und RGB statt CMYK.
  • Der Titel auf dem Cover sollte mit den Metadaten übereinstimmen.
  • Vermeide fremde Logos, Webseitenadressen, QR-Codes und geschützte Bilder.
  • Lade kein Artwork hoch, für das du keine Nutzungsrechte besitzt.

Mehr typische Ablehnungsgründe beschreibt Ditto in der offiziellen Artwork-Hilfe.

Schritt 4: Genre und Sprache festlegen

Im nächsten Bereich wählst du das Genre deines Songs aus. Für „Frozen Dice“ könnte beispielsweise elektronische Musik passen. Zusätzlich legst du die Sprache fest.

Bei einem Instrumentalstück ist je nach Oberfläche eine Option wie „Instrumental“ oder eine passende Standardsprache verfügbar. Bei einem Song mit Gesang solltest du die tatsächliche Sprache auswählen. Diese Angaben helfen den Plattformen, deinen Release korrekt einzuordnen.

Schritt 5: Audiodatei hochladen

Nun folgt der wichtigste Upload: dein Master.

Ditto akzeptiert für den Release Builder grundsätzlich MP3 oder WAV. Im Video wird außerdem darauf hingewiesen, dass die Audiodatei unter 200 MB groß sein soll. Prüfe vor dem Upload trotzdem die aktuellen Anforderungen direkt im System und beachte die offiziellen Qualitätsvorgaben.

Für die Praxis empfehle ich:

  • WAV verwenden, wenn du eine hochwertige Masterdatei hast.
  • MP3 nur in guter Qualität und ohne unnötige Kompression hochladen.
  • Keine unfertige Demo oder Version mit Störgeräuschen verwenden.
  • Dateinamen übersichtlich halten.
  • Den Song vor dem Upload auf Anfang, Ende, Lautstärke und Artefakte prüfen.

Du kannst die Datei per Drag-and-drop in den Upload-Bereich ziehen oder über „Select File“ auswählen.

Schritt 6: Track-Credits und Rollen ergänzen

Ein Punkt, der im Video zunächst übersehen wird, sind die Track-Credits. Der Release Builder meldet anschließend fehlende Metadaten und führt dich zu diesem Bereich zurück.

Hier kannst du Rollen ergänzen, zum Beispiel:

  • Composer
  • Producer
  • Lyricist
  • Vocalist
  • Remixer
  • weitere beteiligte Personen

Bei einem komplett selbst produzierten Instrumentalstück trägst du die zutreffenden Rollen für dich ein. Verwende keine Rollen, die nicht der Realität entsprechen. Saubere Credits sind nicht nur für die Plattformen wichtig, sondern auch für spätere Abrechnungen und die professionelle Dokumentation deines Releases.

Release-Planung mit Metadaten, Credits und digitalem Audioupload

Schritt 7: Rechte bestätigen

Jetzt musst du bestätigen, dass du die notwendigen Rechte an der Musik besitzt. Dazu gehört insbesondere, dass du:

  • die Audiodatei selbst erstellt hast oder nutzen darfst,
  • keine fremden Samples ohne Erlaubnis verwendest,
  • die Rechte an Lyrics und Stimmen besitzt,
  • das Cover rechtmäßig verwenden darfst,
  • keine geschützten Inhalte unberechtigt eingebaut hast.

Ditto kann je nach Release zusätzliche Copyright-Dokumente anfordern. Im Video wird die Option gezeigt, ohne Dokumente weiterzumachen. Das bedeutet aber nicht, dass die Rechteprüfung entfällt.

Besonders wichtig bei KI-generierter Musik

Wenn dein Song mit einem KI-Musikgenerator wie Suno, Udio oder Lyria entstanden ist, musst du die Nutzungsbedingungen des jeweiligen Tools prüfen. Entscheidend ist, ob dein konkreter Tarif und deine konkrete Nutzung eine kommerzielle Veröffentlichung erlauben.

Ein Distributor ersetzt diese Prüfung nicht.

Kontrolliere daher vor dem Upload:

  • Darfst du den generierten Song kommerziell nutzen?
  • Sind Lyrics, Stimmen und Samples rechtlich abgedeckt?
  • Hast du eventuell eigenes Material hochgeladen, an dem Dritte Rechte besitzen?
  • Imitiert der Song einen bekannten Künstler oder eine geschützte Stimme?
  • Verwendest du fremde Künstlernamen, Marken oder Covermotive?

Keine fremden Stimmen, Samples oder Künstleridentitäten verwenden, wenn dafür keine ausdrückliche Erlaubnis vorliegt. Plattformen und Distributoren können Releases ablehnen, sperren oder nachträglich entfernen.

KI-generierte Musik mit Audiowelle, Copyright-Schutz und Rechteprüfung

Passend dazu findest du bei Nerdoase auch den Artikel zum Google-AI-Studio-Musikgenerator Lyria 3 sowie weitere Beiträge in der Kategorie KI-Musik und Songs.

Schritt 8: Release-Datum auswählen

Anschließend legst du fest, wann dein Song veröffentlicht werden soll. Für Standard-Releases solltest du frühzeitig planen – idealerweise mindestens drei bis vier Wochen vor dem gewünschten Termin. Ditto nennt je nach Store und Produkt eigene Mindestfristen. Für Spotify und besonders TikTok können unterschiedliche Verarbeitungszeiten gelten.

Priority Distro kann bei unterstützten Plattformen deutlich schneller sein, teilweise innerhalb von ungefähr 72 Stunden. Verfügbarkeit, Kosten und tatsächliche Freischaltung können jedoch variieren. Eine Garantie auf einen bestimmten Termin gibt es nicht.

Wenn dein Release pünktlich zu einer Kampagne, einem Video oder einem Event erscheinen soll, lade ihn lieber deutlich früher hoch.

Schritt 9: Länderbeschränkungen und Charts-Optionen prüfen

Ditto bietet außerdem Optionen für Länderbeschränkungen. Wenn dein Song weltweit erscheinen soll, lässt du diese Einschränkung normalerweise deaktiviert.

Zusätzlich kannst du prüfen, ob dein Release für Charts berücksichtigt werden soll. Das ist keine automatische Erfolgsgarantie und bedeutet nicht, dass dein Song tatsächlich in den Charts landet. Im Video wird diese Option ausprobiert, aber nicht als notwendiger Schritt dargestellt.

Schritt 10: Stores auswählen

Im Store-Schritt entscheidest du, wohin Ditto deinen Song liefern soll. Du kannst einzelne Plattformen auswählen oder – wie im Video – alle verfügbaren Stores verwenden.

Neben Spotify, Apple Music und Amazon Music können dabei auch TikTok, CapCut, Instagram, Facebook, YouTube Music, SoundCloud, Snapchat, Canva, Deezer und weitere Angebote auftauchen.

Für TikTok kann – sofern die Funktion im aktuellen Release Builder verfügbar ist – ein passender 30-Sekunden-Ausschnitt ausgewählt werden. Dieser Abschnitt sollte möglichst schnell den Charakter deines Songs zeigen und sich für kurze Videos eignen.

Schritt 11: Release prüfen und abschließen

Zum Schluss zeigt dir Ditto eine Zusammenfassung. Prüfe alle Angaben noch einmal sorgfältig:

  • Songtitel
  • Artistname
  • Cover
  • Genre und Sprache
  • Audiodatei
  • Credits
  • Copyright Holder
  • Release-Datum
  • Stores
  • TikTok-Snippet
  • Länder- und Chart-Optionen

Wenn keine Fehler mehr angezeigt werden, kannst du den Release mit „Complete Release“ abschließen. Danach wird dein Song geprüft und an die ausgewählten Plattformen ausgeliefert.

Spotify for Artists und Playlist-Pitching

Wenn du deinen Song für das redaktionelle Playlist-Pitching bei Spotify einreichen möchtest, brauchst du Spotify for Artists.

Der Song muss unveröffentlicht sein und rechtzeitig im Bereich „Upcoming“ erscheinen. Spotify empfiehlt, den Titel mindestens sieben Tage vor dem Release zu pitchen. Praktisch ist mehr Vorlauf, damit du Metadaten, Beschreibung und Promotion in Ruhe vorbereiten kannst.

Wichtig: Pro Release kann nur ein Song gepitcht werden. Bei einer EP oder einem Album solltest du dich also auf einen Fokus-Track konzentrieren. Ein Pitch garantiert natürlich keine Playlist-Platzierung.

Kosten und Einnahmen

Ditto arbeitet mit Tarif- beziehungsweise Abo-Modellen. Die Plattform wirbt bei den entsprechenden Vertriebsplänen mit 100 % der Royalties. Konkrete Preise und Leistungen können sich ändern – prüfe sie deshalb direkt auf der offiziellen Ditto-Preisseite.

Einnahmen entstehen nicht automatisch. Sie hängen unter anderem von Streams, Käufen, Plattformabrechnungen und der Reichweite deines Songs ab. Reporting und Auszahlungen können zeitversetzt erfolgen.

Wenn du deine Zeit lieber in Musik und Content stecken möchtest: Mit Marblism können KI-Agenten dabei helfen, Blogs und Social-Media-Beiträge zu erstellen. Mit 25 % Rabatt über den Link oder mit dem Code „Nerdoase“ wird KI, die deine Blogs und Social-Media-Beiträge macht, fast zum Paradies – zumindest deutlich entspannter als alles von Hand zu bauen.

Checkliste vor dem Absenden

  • Masterdatei als WAV oder MP3 geprüft
  • Cover quadratisch und rechtlich unbedenklich
  • Artwork-Anforderungen im Release Builder kontrolliert
  • Songtitel und Artistname korrekt geschrieben
  • Genre und Sprache ausgewählt
  • Track-Credits und Rollen ergänzt
  • Rechte an Audio, Lyrics, Samples, Stimmen und Cover geklärt
  • Release-Datum mit ausreichend Vorlauf gewählt
  • TikTok-Snippet geprüft
  • Spotify-for-Artists-Pitch vorbereitet
  • Pre-Save-Link und Promotion geplant
  • Stores und Länderoptionen kontrolliert

Fazit: Ditto macht den Release einfach – die Verantwortung bleibt bei dir

Ditto Music macht die technische Distribution für unabhängige Musiker und KI-Musik-Creator relativ unkompliziert. Im Video sieht man: Wenn Song, Cover und Metadaten vorbereitet sind, ist der eigentliche Upload schnell erledigt.

Die wichtigen Aufgaben liegen aber vor und nach dem Klick auf „Complete Release“: Rechte klären, korrekte Credits eintragen, ein realistisches Veröffentlichungsdatum wählen und rechtzeitig Promotion starten.

Wenn du sehen möchtest, wie der komplette Ablauf im Interface aussieht, schau dir mein Ditto-Music-Tutorial auf YouTube an. Auf dem Nerdoase-YouTube-Kanal findest du außerdem viele weitere Videos zu KI, Musikgeneratoren, Tech-Tools und echten Experimenten – ohne Marketing-Nebelmaschine.


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