Du hast schon von ChatGPT, DALL-E oder Midjourney gehört und willst endlich loslegen? Aber irgendwie klappt das mit den Ergebnissen noch nicht so richtig? Keine Sorge! In diesem Artikel zeige ich dir, wie du mit einfachen Tricks deine KI-Prompts optimierst und bessere Ergebnisse erzielst. Egal ob für Texte, Bilder oder Code – nach diesem Guide bist du bestens gerüstet, um das Maximum aus deinen KI-Tools herauszuholen. Also, lass uns direkt einsteigen!
Was ist eigentlich ein „Prompt“?
Bevor wir in die Tricks einsteigen, klären wir kurz die Basics: Ein Prompt ist einfach gesagt deine Eingabe an eine KI. Das kann eine Frage, eine Anweisung oder eine Beschreibung sein. Die Qualität deines Prompts entscheidet maßgeblich über die Qualität der Antwort, die du erhältst.
Denk an den Prompt wie an eine Anleitung für die KI. Je klarer und präziser deine Anleitung ist, desto besser kann die KI verstehen, was du eigentlich willst.
Warum ist gutes Prompten so wichtig?
Mit den richtigen Prompts kannst du:
- Zeit sparen (weniger Hin und Her mit der KI)
- Bessere und genauere Ergebnisse erzielen
- Die volle Leistung der KI ausschöpfen
- Kreativere und nützlichere Outputs generieren

Die 7 goldenen Regeln für Einsteiger
1. Sei klar und präzise
KIs sind leistungsstark, aber kein Gedankenleser. Je klarer und konkreter deine Anfrage ist, desto besser kann die KI liefern.
Schlecht: „Schreib was über Hunde.“ Besser: „Schreibe einen 300-Wörter-Artikel über die 5 beliebtesten Hunderassen in Deutschland, ihre Charaktereigenschaften und warum sie sich als Familienhunde eignen.“
2. Gib Kontext
KIs brauchen Hintergrundwissen, um deine Anfrage richtig zu verstehen. Daher: Erkläre den Zusammenhang!
Schlecht: „Wie viel kostet das?“ Besser: „Ich plane, ein Elektroauto (Tesla Model 3) in Deutschland zu kaufen. Welche Anschaffungskosten kommen auf mich zu, inklusive Steuern und aktueller Förderungen im Jahr 2025?“
3. Definiere das Format
Sag der KI genau, in welchem Format du die Antwort haben möchtest.
Schlecht: „Gib mir Infos über gesunde Ernährung.“ Besser: „Erstelle mir eine übersichtliche Tabelle mit 10 proteinreichen Lebensmitteln, ihrem Proteingehalt pro 100g und jeweils einem Rezeptvorschlag.“
4. Nutze Rollenanweisungen
Durch eine Rollenanweisung kannst du der KI einen bestimmten „Charakter“ oder eine „Expertise“ zuweisen.
Schlecht: „Erkläre mir Blockchain.“ Besser: „Stell dir vor, du bist ein Technologie-Experte, der Blockchain einem 12-jährigen Kind erklären muss. Verwende einfache Sprache und anschauliche Beispiele.“
5. Setze klare Grenzen
Lege fest, was du NICHT haben möchtest, um unerwünschte Inhalte zu vermeiden.
Schlecht: „Gib mir Ideen für mein Startup.“ Besser: „Ich brauche 5 innovative Geschäftsideen im Bereich Nachhaltigkeit. Bitte keine Ideen, die hohe Anfangsinvestitionen erfordern oder bereits stark gesättigte Märkte betreffen.“
6. Arbeite schrittweise
Bei komplexen Aufgaben solltest du die KI Schritt für Schritt durch den Prozess führen.
Schlecht: „Hilf mir bei meiner Hausarbeit über den Klimawandel.“ Besser: „Ich schreibe eine Hausarbeit über den Klimawandel. Lass uns schrittweise vorgehen:
- Erstelle mir zunächst eine Gliederung mit 5 Hauptpunkten.
- Dann arbeiten wir jeden Punkt einzeln aus.
- Zum Schluss formulieren wir eine überzeugende Einleitung und ein Fazit.“
7. Experimentieren und Iterieren
KI-Prompting ist keine exakte Wissenschaft. Probiere verschiedene Formulierungen aus und verfeinere deine Anfragen basierend auf den Ergebnissen.

Die häufigsten Anfängerfehler beim Prompten
Fehler 1: Zu vage Anfragen
Ein klassischer Fehler ist es, zu unspezifisch zu sein. „Gib mir ein gutes Rezept“ kann alles bedeuten – von einer veganen Suppe bis zu einem mehrgängigen Festessen.
Lösung: Spezifiziere deine Anforderungen genau. „Gib mir ein schnelles, veganes Abendrezept mit maximal 6 Zutaten, das in unter 20 Minuten zubereitet werden kann.“
Fehler 2: Zu viele Anforderungen auf einmal
Wenn du zu viele Anforderungen in einen einzigen Prompt packst, kann die KI überfordert sein oder wichtige Punkte übersehen.
Lösung: Teile komplexe Anfragen in mehrere Prompts auf oder strukturiere sie klar mit nummerierten Listen.
Fehler 3: Mangelnde Anleitung zur Tiefe
Oft bekommen Anfänger entweder zu oberflächliche oder zu detaillierte Antworten, weil sie nicht spezifiziert haben, wie tief die KI gehen soll.
Lösung: Gib an, wie ausführlich die Antwort sein soll. „Erkläre mir in 3-4 Absätzen die Grundprinzipien der Quantenphysik für einen interessierten Laien.“
Fehler 4: Fehlender „Persönlichkeitshinweis“
KIs passen sich deinem Ton an. Ohne Anweisung bekommst du möglicherweise einen sehr formellen Text, wenn du eigentlich etwas Lockeres wolltest.
Lösung: Spezifiziere den gewünschten Tonfall. „Erkläre mir das Thema NFTs in einem lockeren, unterhaltsamen Stil, als würdest du mit einem Freund sprechen.“
Spezielle Tipps für verschiedene KI-Tools
Für Text-KIs (ChatGPT, Claude, etc.)
- Nutze Aufzählungszeichen und Nummerierungen für strukturierte Anfragen
- Fordere explizit verschiedene Perspektiven an: „Zeige mir Pro- und Contra-Argumente“
- Bei kreativen Texten: Gib Beispiele für den gewünschten Stil
Für Bild-KIs (DALL-E, Midjourney, etc.)
- Beschreibe nicht nur was zu sehen sein soll, sondern auch Stil, Perspektive und Stimmung
- Nutze Referenzen: „im Stil von Van Gogh“ oder „wie eine Szene aus Star Wars“
- Spezifiziere technische Details: „Hochauflösend, 4K, mit Bokeh-Effekt“
Für Code-KIs (GitHub Copilot, etc.)
- Erkläre zuerst das Problem, dann was du erreichen willst
- Gib Kontext zum Projekt und bereits vorhandenem Code
- Frage nach Erklärungen zum generierten Code, um ihn besser zu verstehen

Praktische Beispiele für verschiedene Anwendungsfälle
Beispiel 1: Einen Blog-Artikel erstellen
Guter Prompt: „Erstelle einen Blogbeitrag zum Thema ‚Nachhaltige Mode‘ mit 500-600 Wörtern. Der Artikel sollte folgende Aspekte behandeln: 1) Definition nachhaltiger Mode, 2) Umweltauswirkungen der Fast-Fashion-Industrie, 3) 5 Tipps für nachhaltigeren Kleidungskonsum. Der Tonfall sollte informativ, aber nicht belehrend sein. Zielgruppe sind junge Erwachsene zwischen 18-30 Jahren.“
Beispiel 2: Bild für Social Media generieren
Guter Prompt: „Erstelle ein Bild für einen Instagram-Post zum Thema ‚Digitale Entgiftung‘. Das Bild sollte eine Person in der Natur zeigen, die entspannt ohne Handy/Laptop ist. Stil: Fotorealistisch mit warmen, beruhigenden Farben. Die Stimmung sollte friedlich und entschleunigt sein. Bildformat: Quadratisch.“
Beispiel 3: Hilfe bei Programmieraufgaben
Guter Prompt: „Ich lerne gerade Python und möchte ein einfaches Programm schreiben, das Temperaturen von Celsius in Fahrenheit umrechnet. Ich habe schon folgenden Code geschrieben [Code einfügen], aber er funktioniert nicht richtig. Kannst du mir erklären, was falsch ist, und mir eine verbesserte Version zeigen? Bitte erkläre mir jeden Schritt, damit ich daraus lernen kann.“
Fazit: Deine nächsten Schritte als Prompt-Einsteiger
Gutes Prompten ist wie jede andere Fähigkeit – es braucht Übung. Fang mit einfachen Prompts an und steigere dich langsam. Experimentiere mit verschiedenen Formulierungen und beobachte, welche Ergebnisse du erhältst. Mit der Zeit wirst du ein Gefühl dafür entwickeln, wie du deine Anfragen formulieren musst, um genau das zu bekommen, was du brauchst.
Denk daran: Die KI ist dein Werkzeug, und du bestimmst, wie es eingesetzt wird. Mit den richtigen Prompts kannst du unglaubliche Ergebnisse erzielen und deine Produktivität auf ein neues Level heben.
Und keine Sorge – niemand ist von Anfang an ein Prompt-Profi. Auf unserem YouTube-Kanal Nerdoase findest du weitere praktische Beispiele und Tipps zum Thema KI und Prompting. Und bleib dran: In unserem nächsten Artikel gehen wir auf fortgeschrittene Prompting-Techniken ein, mit denen du deine KI-Skills auf das nächste Level bringst!
Hast du schon erste Erfahrungen mit KI-Tools gemacht? Welche Tricks haben bei dir am besten funktioniert? Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren – ich freue mich auf den Austausch!

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