In diesem Artikel zeige ich dir, wie KI aus deinen Gedanken und Inhalten eine klare Story macht – statt einfach nur Folien vollzupacken. Du lernst konkrete Workflows, sinnvolle Tools und typische Fehler kennen, die den Unterschied zwischen einer belanglosen Foliensammlung und einer überzeugenden Präsentation ausmachen.

Usecase (Fix):
👉 KI hilft mir, aus Gedanken und Inhalten eine klare Story zu machen – statt Folien vollzupacken.

Einleitung: Das Präsentations-Problem

• Die meisten Präsentationen scheitern nicht an Design
• sondern an fehlender Klarheit
• „Was ist eigentlich die Aussage?"

These:

Eine gute Präsentation ist kein Dokument – sie ist ein Argument.

Kennst du das? Du sitzt vor PowerPoint, starrst auf leere Folien und fragst dich: „Wie fange ich an?" Das Problem ist nicht, dass dir nichts einfällt. Das Problem ist, dass dir zu viel einfällt. Du willst alles reinpacken, was du weißt. Das Ergebnis: 47 überladene Folien, die niemand versteht.

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Hier kommt KI ins Spiel – aber nicht so, wie die meisten denken. KI soll nicht deine Folien malen. Sie soll dir beim Denken helfen. Beim Strukturieren. Beim Fokussieren. Beim Weglassen.

Auf meinem YouTube-Kanal zeige ich regelmäßig, wie KI beim Content Creation hilft. Aber bei Präsentationen ist es besonders krass: Die Technologie zwingt dich zur Klarheit. Und das ist gut so.

Warum Präsentationen oft schlecht sind

• zu viele Botschaften
• keine klare Zielgruppe
• Folien als Denk-Ersatz
• PowerPoint wird mit Denken verwechselt

Die Wahrheit: Die meisten Präsentationen sind Gedankenmüll. Wir sammeln Informationen, schütten sie in Slides und hoffen, dass irgendwie ein roter Faden entsteht. Funktioniert nicht.

Problem 1: Zu viele Botschaften
„Ich erzähle von unserem Produkt, der Marktlage, den Konkurrenten, unserer Vision und…" Stop. Eine Präsentation = eine Kernbotschaft.

Problem 2: Folien als Gedächtnisstütze
Slides sind für dein Publikum da, nicht für dich. Wenn du alles auf die Folie schreibst, was du sagen willst, dann lies es gleich vor.

Problem 3: Design über Inhalt
Die schönste Animation der Welt rettet keine schwammige Aussage.

Was KI hier wirklich gut kann

• Kernaussage herausarbeiten
• Storyline bauen
• Argumente sortieren
• Kürzen & fokussieren

Nicht gut:
• Verantwortung übernehmen
• Kontext kennen
• Entscheidungen verkaufen

KI ist dein Denkpartner, nicht dein Präsentations-Ghostwriter. Sie kann aus deinem Gedankenwirrwarr eine klare Struktur extrahieren. Sie kann dich zwingen, präzise zu werden. Aber sie kann nicht verstehen, was dein Chef hören will oder warum dein Projekt wichtig ist.

Was KI super macht:

  • „Worum geht es hier eigentlich?" → Eine klare Aussage
  • „Wie baue ich das logisch auf?" → Schritt-für-Schritt-Argumentation
  • „Was kann weg?" → Fokus statt Vollständigkeit

Was sie nicht kann:

  • Deinen Mut ersetzen, unbequeme Wahrheiten zu sagen
  • Den politischen Kontext in deinem Unternehmen verstehen
  • Deine Glaubwürdigkeit aufbauen

Konkrete Usecases

Usecase 1: Von Thema zur Kernbotschaft
• „Was sollen die Leute nach 10 Minuten wissen?"
• Eine Aussage, kein Sammelsurium

Beispiel-Prompt:
"Ich soll eine Präsentation über unser neues CRM-System halten. Zielgruppe: Vertriebsteam, 20 Minuten. Hilf mir dabei, die eine Kernbotschaft zu finden, die hängen bleibt."

KI zwingt dich zur Klarheit. Statt „Wir haben ein tolles neues System" kommst du zu „Mit dem neuen CRM spart ihr 2 Stunden pro Tag und schließt 30% mehr Deals ab."

Usecase 2: Storyline aufbauen
• Ausgangslage
• Problem
• Lösung
• Konsequenz

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Klassische Story-Struktur, aber KI hilft dir, sie sauber aufzubauen:

  1. Ausgangslage: Wo stehen wir?
  2. Problem: Was läuft schief?
  3. Lösung: Wie lösen wir es?
  4. Konsequenz: Was bedeutet das für euch?

Usecase 3: Folien entschlacken
• Was kann raus?
• Was gehört ins Sprechen, nicht auf die Folie?

Der härteste Teil: Weglassen. KI kann dir dabei helfen, zwischen „wichtig" und „interessant" zu unterscheiden. Interessant kann raus. Wichtig bleibt.

Tools, die sinnvoll sind

ChatGPT – Argumentation & Struktur
Claude – klare, natürliche Formulierungen
Gamma / Tome / Canva AI – Visualisierung
PowerPoint Copilot – wenn man im Microsoft-Ökosystem lebt

👉 Warum Slides immer nach der Story kommen sollten

ChatGPT ist perfekt für die Denkarbeit. „Hilf mir, aus diesen 12 Punkten die 3 wichtigsten rauszufiltern." „Wie baue ich diese Argumentation logisch auf?"

Claude formuliert natürlicher. Wenn ChatGPT zu steif wird, kann Claude deine Botschaften in normale Sprache übersetzen.

Gamma und Tome sind die neuen Kids on the Block für AI-generierte Präsentationen. Aber Vorsicht: Erst die Story, dann die Slides.

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Mein persönlicher Workflow

  1. Ziel & Publikum definieren
  2. KI zwingt mich zur Klarheit
  3. Storyline festziehen
  4. Folien erst ganz am Ende

Schritt 1: Klarheit schaffen
Bevor ich auch nur eine Folie anrühre, kläre ich mit KI: Was ist meine eine Kernbotschaft? Was soll passieren, nachdem ich gesprochen habe?

Schritt 2: Story bauen
Ausgangslage → Problem → Lösung → Konsequenz. KI hilft mir, diese Struktur wasserdicht zu machen.

Schritt 3: Argumente sortieren
Was sind meine 3 stärksten Punkte? In welcher Reihenfolge bringe ich sie? Was kann weg?

Schritt 4: Slides erstellen
Erst jetzt öffne ich PowerPoint. Die harte Denkarbeit ist erledigt. Jetzt geht es nur noch um Visualisierung.

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Typische Fehler

• KI direkt Folien bauen lassen
• zu viele Slides
• Design über Inhalt stellen

Fehler 1: KI als Folien-Maschine
"Erstelle mir eine PowerPoint über Künstliche Intelligenz." Das Ergebnis: 20 generische Slides ohne Punkt und Komma. KI kann keine Folien für dich bauen – sie kann dir nur beim Denken helfen.

Fehler 2: Slide-Inflation
Mehr Folien = bessere Präsentation? Nein. Die beste Präsentation, die ich je gesehen habe, hatte 3 Slides.

Fehler 3: Design-Fetisch
Animationen und Farbverläufe retten keine schlechte Story. Content first, Design second.

Fehler 4: KI-Text ungefiltert übernehmen
KI schreibt oft zu förmlich, zu lang, zu glatt. Du musst nachschärfen, kürzen, deine Stimme reinbringen.

Ehrliches Fazit

• KI macht Präsentationen nicht besser
• aber sie verhindert schlechte

Die Wahrheit: KI wird dich nicht zum Präsentations-Genie machen. Sie wird deine Nervosität nicht wegzaubern. Sie wird nicht dafür sorgen, dass dein Chef dein Budget genehmigt.

Aber sie kann etwas anderes: Sie kann dich vor den typischen Präsentations-Fallen bewahren. Vor überladenen Slides. Vor schwammigen Botschaften. Vor Geschwafel ohne Struktur.

Was KI wirklich bringt:

  • Klarheit statt Chaos
  • Struktur statt Sammelsurium
  • Fokus statt Vollständigkeit

Was du trotzdem brauchst:

  • Mut zur klaren Aussage
  • Verständnis für dein Publikum
  • Die Bereitschaft, wichtige Dinge wegzulassen

Die beste KI der Welt kann eine schlechte Idee nicht retten. Aber sie kann aus einer guten Idee eine starke Präsentation machen.

Und das reicht völlig aus.

Mehr praktische KI-Tipps für Content Creators findest du auf meinem YouTube-Kanal und hier im Blog. Welches Thema brennt dir unter den Nägeln?


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