Was dich hier erwartet: Keine 08/15-Tipps zum „KI-Texte generieren", sondern ehrliche Einblicke, wie du KI als Schreibpartner nutzt – ohne dass deine Texte nach Roboter klingen. Praktische Workflows, echte Usecases und typische Fallen, die du vermeiden solltest.

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Das echte Schreibproblem

Schreiben scheitert selten an mangelndem Können. Das Problem ist meist banaler: der Anfang.

Das leere Dokument starrt dich an. Der Cursor blinkt. Deine Gedanken kreisen, aber nichts landet auf dem Bildschirm. Mental blockiert.

Viele greifen dann zu KI mit dem simplen Befehl: „Schreib mir einen Text über…"

Das ist der erste Fehler.

These: KI ist kein Autor – sie ist der erste Entwurf

KI ersetzt nicht dein Denken. Sie gibt dir Material zum Arbeiten. Den Unterschied zu verstehen, entscheidet über Erfolg oder generischen Content-Müll.

Warum Schreiben mit KI oft schlecht aussieht

Du kennst sie, diese Texte:

Generische Floskeln: „In der heutigen digitalen Welt…"
Fehlender Kontext: Oberflächlich, ohne Tiefe
Kein Stil, keine Haltung: Austauschbar und langweilig
„KI erkennt man sofort": Steif, unnatürlich, ohne Persönlichkeit

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Klarstellung: Das ist kein KI-Problem, sondern ein Nutzungsproblem

Die meisten geben KI zu wenig Input und erwarten perfekte Outputs. So funktioniert das nicht.

KI ist nur so gut wie deine Anweisungen. Garbage in, garbage out.

Was KI beim Schreiben wirklich gut kann

Wo KI glänzt:
Struktur vorschlagen – aus Chaos wird Ordnung
Rohfassungen erzeugen – das leere Blatt füllen
Tonalität anpassen – von förmlich zu locker in Sekunden
Texte kürzen oder schärfen – überflüssige Wörter eliminieren

Wo KI versagt:
Persönlichkeit ersetzen – deine Stimme bleibt deine
Haltung erzeugen – Meinungen kommen von dir
Verantwortung übernehmen – du stehst mit deinem Namen dafür

Konkrete Usecases aus dem Alltag

Usecase 1: Vom Gedanken zur Struktur

Situation: Du hast chaotische Notizen und Ideen, aber keine klare Reihenfolge.

So geht's:
• Stichpunkte ungefiltert in KI eingeben
• „Bring das in eine logische Reihenfolge"
• Gliederung als Grundlage nehmen

Beispiel: Produktvorstellung, Blogpost-Ideen, Meeting-Notizen

Usecase 2: Rohentwurf erstellen

Situation: Du weißt, was du sagen willst, aber der Anfang fehlt.

So geht's:
• Kernbotschaft klar definieren
• KI macht ersten Entwurf
• Fokus auf Inhalt, nicht auf perfekten Stil

Wichtig: Dieser Entwurf ist Material, nicht das Endprodukt.

Usecase 3: Texte verbessern

Situation: Der Text steht, aber er ist zu lang, zu kompliziert oder zu langweilig.

So geht's:
Kürzen: „Mach das in 50% der Wörter"
Vereinfachen: „Schreib das verständlicher"
Schärfen: „Mach das prägnanter"
Umformulieren: „Andere Worte, gleicher Inhalt"

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Tools, die hier wirklich helfen

ChatGPT
• Flexibel und schnell
• Gut für verschiedene Stile
• Dialogfähig bei Nachfragen

Claude
• Natürlicher Schreibstil
• Stark bei längeren Texten
• Weniger generisch

Notion AI
• Schreiben direkt im Kontext
• Integriert in dein System
• Gut für strukturiertes Arbeiten

👉 Warum spezialisierte „KI-Schreibtools" oft überbewertet sind

Viele Tools versprechen perfekte Texte auf Knopfdruck. Bullshit.

Die großen, allgemeinen KI-Modelle sind meist flexibler und besser als spezialisierte Marketing-Tools mit fancy Oberflächen.

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Mein persönlicher Schreib-Workflow

1. Ich schreibe roh oder spreche Gedanken ein
• Unzensiert, chaotisch, unfertig
• Hauptsache, die Ideen sind da

2. KI strukturiert
• „Bring das in eine logische Reihenfolge"
• Gliederung als Gerüst

3. KI macht einen Entwurf
• Basierend auf meinen Gedanken
• Mein Stil, meine Tonalität

4. Ich schreibe es „zu meinem Text"
• Überarbeiten, personalisieren
• Meine Stimme, meine Haltung

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Zeit gespart: 60-70%
Qualität: Besser, weil ich mich aufs Wesentliche konzentrieren kann

Typische Fehler (und wie du sie vermeidest)

Fehler 1: KI ohne Kontext schreiben lassen

Problem: Oberflächliche, generische Texte
Lösung: Immer Zielgruppe, Zweck und Tonalität angeben

Fehler 2: Texte ungeprüft übernehmen

Problem: Faktenfehler, seltsame Formulierungen
Lösung: Jeder Satz muss durch deinen Filter

Fehler 3: Stil nicht festlegen

Problem: Text passt nicht zu dir oder deiner Marke
Lösung: Tonalität vorab definieren („locker", „sachlich", „direkt")

Was sich in der Praxis bewährt hat

Realistische Zeitersparnis: 50-70% bei Rohtexten
Beste Ergebnisse: Bei klaren Anweisungen und guter Nachbearbeitung
Grenzen: Komplexe Argumentation und persönliche Insights musst du selbst liefern

Ehrliches Fazit

KI spart Zeit, nicht Verantwortung.

Das Tool macht Schreiben effizienter, aber nicht automatisch gut. Du bleibst der Autor. KI ist dein Assistent.

Gute Texte entstehen mit KI, nicht durch KI.

Wer das versteht, gewinnt. Wer KI als Wunderwaffe sieht, produziert Mittelmaß.

Das leere Blatt ist Geschichte. Was du daraus machst, liegt an dir.


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