In diesem Artikel zeige ich dir, wie KI wirklich hilft: nicht als Ersatz fürs Denken, sondern als persönlicher Assistent, der dir Denkarbeit abnimmt. Du erfährst konkrete Alltagsbeispiele, welche Tools taugen und wo die Grenzen liegen – ohne Marketing-Floskeln.
Mehr praktische KI-Tipps und ehrliche Tool-Tests findest du auf meinem YouTube-Kanal, wo ich regelmäßig zeige, was wirklich funktioniert.
Das echte Problem
Wir arbeiten nicht zu viel – wir denken zu oft über Kleinkram nach. Jeden Tag versickert mentale Energie in Routineaufgaben: E-Mails formulieren, Notizen sortieren, Pro-und-Contra-Listen erstellen. Das Problem ist nicht die Arbeitslast, sondern der ständige Wechsel zwischen wichtigen Entscheidungen und organisatorischem Gedöns.
KI wird oft falsch eingesetzt – als Spielerei für coole Prompts oder als Ersatz fürs eigene Denken. Beides bringt nichts.
Meine These: KI ist am stärksten, wenn sie vorarbeitet, nicht wenn sie entscheidet.

Was „mitdenken" hier wirklich heißt
KI als persönlicher Assistent bedeutet nicht, dass sie deine Entscheidungen trifft. Sie strukturiert Informationen, macht Optionen sichtbar und bereitet Gedankengänge vor – mehr nicht.
Die Abgrenzung ist klar:
- KI ≠ Chef
- KI ≠ Wahrheitsquelle
- KI = Vorzimmer
Sie sammelt, sortiert und bereitet auf. Du entscheidest, bewertest und verantwortest. Diese Rollenverteilung ist entscheidend – wer das durcheinanderbringt, landet im KI-Chaos.
Konkrete Usecases aus dem Alltag
Usecase 1: Gedanken sortieren
Das kennst du: Du hast zehn Notizen auf dem Handy, drei Sprachnotizen vom Autofahren und einen Haufen Stichpunkte im Notizbuch. Alles wichtig, aber chaotisch.
So hilft KI: Du gibst ihr den kompletten Gedankensalat und sie erstellt eine klare Struktur. Nicht perfekt, aber als Ausgangspunkt genial. Aus „irgendwas mit Marketing und Video und vielleicht YouTube" wird eine sortierte Liste mit konkreten nächsten Schritten.
Usecase 2: Entscheidungen vorbereiten
Du stehst vor einer Entscheidung und drehst dich im Kreis? KI hilft nicht bei der Entscheidung selbst, aber bei der Vorbereitung.
Beispiel: Du überlegst, ob du einen Freelance-Auftrag annehmen sollst. KI erstellt eine Pro-Contra-Liste, zeigt Risiken auf und fragt nach Aspekten, die du vielleicht übersehen hast. „Hast du die Auswirkung auf deine anderen Projekte bedacht?" – solche Fragen bringen dich weiter.

Usecase 3: Texte vorbereiten
E-Mails, Konzepte, Antworten – manchmal weißt du, was du sagen willst, aber die Worte kommen nicht. KI hilft beim Formulieren und beim Ton.
Konkret: Du willst einem Kunden absagen, aber höflich bleiben. Oder du brauchst eine sachliche E-Mail, die nicht nach Frust klingt. KI liefert verschiedene Versionen, du wählst aus und passt an.
Tools, die dafür taugen
ChatGPT ist der Generalist – gut für Alltagsgespräche, Ideen entwickeln und lockere Texte. Fühlt sich an wie ein Gespräch mit einem hilfsbereiten Kollegen.
Claude ist stärker bei Struktur und Reflexion. Wenn du komplexe Gedanken sortieren oder durchdachte Analysen brauchst, ist Claude oft präziser.
Notion AI funktioniert direkt in deinem Notiz- und Organisationssystem. Ideal, wenn du bereits mit Notion arbeitest und KI nahtlos integrieren willst.
Warum keine Tool-Flut? Mehr Tools bedeuten mehr Komplexität, mehr Abo-Kosten und mehr Verwirrung. Diese drei decken 90% der „Mitdenk-Aufgaben" ab. Tool-Hopping bringt nichts – lieber eines richtig nutzen.
Übrigens: Wenn du planst, eigene KI-Workflows oder sogar Apps zu entwickeln, kann ich Marblism empfehlen. Mit dem Code „Nerdoase" bekommst du 25% Rabatt. KI macht das Erstellen von Blogs und Social-Media-Beiträgen mit KI-Agenten wirklich zum Paradies – definitiv einen Blick wert.
Mein persönlicher Workflow (realistisch)
Hier ein Beispiel aus meinem Alltag:
Problem: Ich muss ein YouTube-Video planen, habe aber nur vage Ideen.
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Problem roh formulieren: „Ich will ein Video über KI-Tools machen, aber weiß nicht genau welche und wie ich es strukturiere."
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Kontext liefern: Zielgruppe (Einsteiger), bisherige Videos, was funktioniert hat, was nicht.
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KI strukturiert: Sie schlägt eine Gliederung vor, zeigt verschiedene Ansätze und fragt nach Details.
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Ich entscheide: Ich wähle den Ansatz, der zu mir passt, und passe alles an meine Vorstellungen an.

Das Ergebnis ist nicht das finale Video, aber ein solider Startpunkt. Statt eine Stunde zu grübeln, habe ich nach 10 Minuten eine klare Richtung.
Typische Fehler
Zu wenig Kontext geben: „Schreib mir eine E-Mail" funktioniert nicht. KI braucht Hintergrund: An wen? Welcher Ton? Welches Ziel?
KI als Wahrheit behandeln: KI macht Vorschläge, keine Wahrheiten. Alles hinterfragen, anpassen, überprüfen.
Alles outsourcen wollen: KI kann nicht denken, entscheiden oder verantworten. Wer das versucht, wird enttäuscht.
Du findest weitere praktische KI-Beispiele in meinen anderen Artikeln zur Künstlichen Intelligenz – dort zeige ich konkrete Tools und realistische Einschätzungen.
Ehrliches Fazit
KI als persönlicher Assistent spart keine Zeit, wenn du nicht weißt, was du willst. Aber sie spart enorm viel mentale Energie für das, was wirklich wichtig ist.
Der größte Nutzen liegt nicht in perfekten Ergebnissen, sondern im reduzierten Denkaufwand für Routinesachen. Statt 20 Minuten über eine E-Mail zu grübeln, hast du nach 5 Minuten einen guten Entwurf.
Die Realität: KI macht dich nicht zum Superhelden. Aber sie nimmt dir die kleinen Denkblockaden ab, die den Tag zäh machen. Das ist schon ziemlich viel wert.
Im nächsten Kapitel schauen wir uns an, wie KI beim Verstehen und Lernen hilft – ohne dass du zum Experten für komplizierte Prompts werden musst.


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