Der schnelle Überblick für Musiker
Du willst deine Musik auf Spotify, Apple Music und Co. veröffentlichen, aber weißt nicht, welcher Vertriebspartner der richtige für dich ist? In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige zu den zwei beliebtesten Musik-Distributoren: DittoMusic und DistroKid. Wir vergleichen Preise, Funktionen und Benutzerfreundlichkeit, damit du schnell entscheiden kannst, welcher Service besser zu deinen Bedürfnissen passt – ohne langes Recherchieren und komplizierte Fachbegriffe.
Warum überhaupt einen Musik-Distributor nutzen?
Bevor wir in den Vergleich einsteigen: Als unabhängiger Künstler brauchst du einen Distributor, um deine Musik auf die großen Streaming-Plattformen zu bringen. Früher war das nur mit Plattenlabels möglich, heute kannst du mit Diensten wie DittoMusic und DistroKid selbst zum Musik-Unternehmer werden.

DittoMusic: Der Überblick
DittoMusic hat sich als zuverlässiger Partner für unabhängige Musiker etabliert. Der Service wurde 2007 gegründet und versteht sich als umfassende Lösung für Künstler, die ihre Musik eigenständig veröffentlichen möchten.
Preisstruktur
DittoMusic bietet eine erfrischend einfache Preisstruktur:
- Artist-Tarif: Jahresgebühr ohne versteckte Kosten oder Preiserhöhungen
- Label-Tarif: Für Künstler mit mehreren Projekten oder kleine Labels
- Unlimited-Tarif: Für unbegrenzte Veröffentlichungen
Bei allen Tarifen behältst du 100% deiner Streaming-Einnahmen – ein wichtiger Punkt, den wir später noch genauer vergleichen werden.
Benutzerfreundlichkeit
Die Oberfläche von DittoMusic ist übersichtlich gestaltet. Der Upload-Prozess ist in vier einfache Schritte unterteilt:
- Musik hochladen
- Artwork und Metadaten hinzufügen
- Plattformen auswählen
- Veröffentlichungsdatum festlegen
Die klare Struktur und der saubere Look machen den Einstieg besonders für Anfänger angenehm – keine Überfrachtung mit Informationen, sondern ein geführter Prozess.
Besondere Features
Ein großer Pluspunkt bei DittoMusic ist der automatische Plattform-Rollout: Neue Musik-Plattformen werden automatisch zu deinem Release hinzugefügt, wenn sie verfügbar werden. Das bedeutet: Einmal hochladen, überall erscheinen – auch auf Plattformen, die erst später ins Portfolio aufgenommen werden.
DistroKid: Der Überblick
DistroKid ist der Platzhirsch unter den unabhängigen Musik-Distributoren und besonders bei US-amerikanischen Künstlern beliebt. Der 2013 gegründete Dienst wirbt mit schnellen Veröffentlichungszeiten und einer umfangreichen Feature-Liste.
Preisstruktur
DistroKid setzt auf ein Abo-Modell mit verschiedenen Stufen:
- Musician: Grundtarif für Solo-Künstler
- Musician Plus: Erweiterte Funktionen
- Label: Für mehrere Künstler/Projekte
Allerdings gibt es einige Zusatzkosten zu beachten, besonders die „Store Maximizer“-Funktion, die extra berechnet wird und dafür sorgt, dass deine Musik auf allen verfügbaren Plattformen erscheint.
Benutzerfreundlichkeit
Die DistroKid-Oberfläche ist funktional, aber tendenziell überladen. Viele Informationen werden in kleiner Schrift präsentiert, was gerade für Einsteiger überwältigend sein kann. Der Upload-Prozess funktioniert zwar zuverlässig, erfordert aber mehr Einarbeitung als bei DittoMusic.
Besondere Features
DistroKid bietet einige innovative Funktionen wie:
- Automatisierte Split-Payments für Kollaborationen
- Beatlinks für Produzenten
- Hyperfollow für Marketing-Kampagnen
Der „Store Maximizer“ ist ein zweischneidiges Schwert: Er bringt deine Musik auf mehr Plattformen, erfordert aber Zusatzkosten und bei neuen Plattformen musst du aktiv werden und Releases neu hochladen.

Der direkte Vergleich: DittoMusic vs. DistroKid
Preisgestaltung
DittoMusic:
- Transparente Preisstruktur ohne versteckte Kosten
- Einmalzahlung pro Jahr deckt alle Grundfunktionen ab
- Keine Zusatzgebühren für neue Plattformen
DistroKid:
- Günstigerer Grundtarif auf den ersten Blick
- „Store Maximizer“ und andere Zusatzfunktionen kosten extra
- Komplexeres Preismodell mit mehr Optionen, aber auch mehr potenziellen Kosten
Fazit Preis: DittoMusic ist möglicherweise in der Grundversion etwas teurer, bietet aber mehr Planungssicherheit ohne versteckte Kosten. DistroKid kann günstiger sein, wenn du nur die Basisfunktionen benötigst.
Benutzeroberfläche und Workflow
DittoMusic:
- Klare, übersichtliche Oberfläche
- Vier einfache Schritte zum Release
- Intuitiv auch für Einsteiger
DistroKid:
- Funktionsreiche, aber teilweise überladene Oberfläche
- Mehr Einstellungsmöglichkeiten, aber auch komplexer
- Steilere Lernkurve
Fazit UI: DittoMusic bietet ein angenehmeres Nutzererlebnis, besonders für Einsteiger. DistroKid richtet sich eher an Poweruser, die viele Einstellungsmöglichkeiten schätzen.
Plattform-Abdeckung
DittoMusic:
- Automatische Verteilung auf neue Plattformen
- Kein manuelles Nachpflegen nötig
- Zukunftssicher durch automatische Updates
DistroKid:
- Gute Grundabdeckung der wichtigsten Plattformen
- „Store Maximizer“ für erweiterte Plattform-Abdeckung (kostenpflichtig)
- Manuelle Nacharbeit für neue Plattformen nötig
Fazit Plattformen: DittoMusic bietet hier einen deutlichen Komfortvorteil durch die automatische Aktualisierung.
Royalties und Auszahlungen
Beide Dienste bieten:
- 100% der Streaming-Einnahmen (keine Provision)
- YouTube Content ID zur Monetarisierung
- Regelmäßige Auszahlungen
Unterschiede:
- DittoMusic bietet Splitting-Funktionen im Standardtarif
- DistroKid hat fortschrittlichere automatische Split-Payment-Optionen
Fazit Royalties: Unentschieden – beide Dienste lassen dir deine Einnahmen und bieten gute Monetarisierungsoptionen.

Zusätzliche Dienstleistungen
DittoMusic:
- Musik bleibt in Stores, auch bei Zahlungsverzug oder Kündigung
- Einfacheres Label-Management
- Fokus auf Benutzerfreundlichkeit
DistroKid:
- Umfangreichere Marketing-Tools
- Mehr Datenanalyse-Funktionen
- Legacy-Option (gegen Aufpreis) zum Erhalt deiner Musik nach Kündigung
Fazit Zusatzleistungen: DistroKid bietet mehr Power-Features, während DittoMusic durch Einfachheit und Zuverlässigkeit punktet.
Für wen eignet sich welcher Dienst?
DittoMusic ist ideal für:
- Einsteiger und Künstler, die Wert auf Einfachheit legen
- Musiker, die eine übersichtliche Preisstruktur bevorzugen
- Künstler, die nicht ständig neue Einstellungen vornehmen wollen
DistroKid ist besser für:
- Erfahrene Musiker mit speziellen Anforderungen
- Produzenten, die viele Releases veröffentlichen
- Power-User, die alle Einstellungsmöglichkeiten ausreizen wollen
Fazit: Einfachheit vs. Funktionsumfang
Nach unserem Vergleich ist klar: DittoMusic überzeugt durch seine benutzerfreundliche Oberfläche, transparente Preisgestaltung und den automatischen Plattform-Rollout. DistroKid punktet mit umfangreicheren Funktionen und potenziell günstigeren Einstiegspreisen, erfordert aber mehr Einarbeitung.
Meine persönliche Empfehlung als Nerdoase-Redakteur: Für Einsteiger und Künstler, die einen unkomplizierten Service ohne versteckte Kosten suchen, ist DittoMusic die bessere Wahl. Power-User mit spezifischen Anforderungen und mehreren Projekten könnten mit DistroKid glücklicher werden.
Auf unserem YouTube-Kanal www.nerdoase.de findest du übrigens noch mehr praktische Tipps für Musiker und Content Creator. Schau auch in unsere anderen Artikel auf dem Blog, besonders in den Vergleich zwischen verschiedenen DAWs für Musikproduktion und den Guide zu den besten Mikrofonen für Home-Recording auf www.nerdoase.com.
Welche Erfahrungen hast du mit Musik-Distributoren gemacht? Hast du andere Anbieter ausprobiert, die wir in einem nächsten Artikel vorstellen sollten? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

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