Ein neuer Flughafen, eine wunderschöne Inselkulisse und trotzdem erst einmal: gähnende Leere. Mit Version 2.00 bekommt Airport Simulator: First Class gleich zwei neue Standorte – Faro und Madeira. In unserem YouTube-Video „Madeira Update – Neue Flughäfen – wir fangen gemeinsam an!“ starten wir gemeinsam auf der portugiesischen Insel und versuchen herauszufinden, was der neue Standort wirklich zu bieten hat.
In diesem Artikel geht es um den Madeira-Neustart, die ersten Ausbauschritte, neue Airlines und die kleinen Stolpersteine, die das Spiel dabei bereithält. Außerdem trennen wir klar zwischen den allgemeinen Update-Inhalten und unseren konkreten Beobachtungen aus dem Video. Weitere Gaming- und Technikvideos findet ihr auf dem Nerdoase-YouTube-Kanal.

Version 2.00: Zwei neue Flughäfen und mehr Fortschritt
Das Update auf Version 2.00 erweitert die Welt von Airport Simulator: First Class um die beiden neuen Flughäfen Faro und Madeira. Beide Standorte bringen neue Aufgaben und eine zusätzliche Motivation für alle, die den bisherigen Flughafen bereits weitgehend ausgebaut haben.
Zu den allgemeinen Update-Inhalten gehören außerdem:
- neue Airlines und zusätzliche Freischaltungen,
- Anpassungen bei Airline-Fortschritt und XP,
- neue Missionen und Erfolge,
- ein überarbeitetes Airline- und Fortschrittssystem,
- neue Beziehungen, Lizenzen und Vertragsmöglichkeiten,
- weitere First-Class-Features und Ausbauoptionen.
Das Update erweitert also nicht einfach nur die Karte um zwei weitere Flughäfen. Es ergänzt auch den langfristigen Management-Loop. Airlines werden nicht pauschal von Anfang an verfügbar, sondern über Fortschritt, Flughafenpunkte, Lizenzen, Beziehungen, Dekorationen und Verträge freigeschaltet.
Wichtig: Konkrete neue Flugzeugmodelle lassen sich aus unserem Test nicht eindeutig ableiten. Entscheidend ist im Spiel vielmehr, welche Fluggesellschaften, Streckenarten und Lizenzen ihr durch euren Fortschritt freischaltet.
Mehr Informationen zum Spiel und seinen Systemen gibt es auch auf der offiziellen Seite von Airport Simulator: First Class.
Madeira fühlt sich wie ein kompletter Neustart an
Wer bereits viel Zeit in einen anderen Flughafen investiert hat, sollte beim Wechsel nach Madeira nicht erwarten, einfach mit einem fertigen Standort weiterspielen zu können. Genau das wird im Video schnell deutlich.
Der neue Flughafen ist zunächst praktisch leer. Es gibt weder ein ausgebautes Vorfeld noch fertige Landebereiche oder funktionierende Terminalstrukturen. Auch im Inneren wartet keine komfortable Startbasis, sondern eher eine Baustelle mit viel Potenzial.
Übernommen werden lediglich die vorhandenen Flughafenpunkte. Das angesparte Geld aus dem bisherigen Standort steht dagegen nicht zur Verfügung. Madeira startet dadurch tatsächlich „from scratch“. Das sorgt zunächst für einen kleinen Dämpfer, macht den neuen Standort aber gleichzeitig interessant: Jede funktionierende Einrichtung muss wieder Schritt für Schritt aufgebaut werden.
Die Insel selbst ist atmosphärisch gestaltet. Hügel, kleine Häuser und der erkennbare Inselcharakter unterscheiden Madeira deutlich von einem gewöhnlichen Flughafenareal. Nur beim Start gibt es dort eben noch keinen großen Flughafenbetrieb zu bestaunen.
Im Video beobachtet:
Madeira beginnt ohne freigeschaltete Airline und ohne nennenswerte Infrastruktur. Die Flughafenpunkte helfen beim Neustart, das vorhandene Geld jedoch nicht. Der Standort fühlt sich deshalb nicht wie ein Bonuslevel, sondern wie ein neues Kapitel der Kampagne an.
Die erste Baustelle: Terminal und Mittelstrecke
Der erste wichtige Schritt besteht darin, die Innenbaustelle freizuschalten. Dafür werden zunächst ausreichend Geld und Lieferanten benötigt. Im Video beginnt die Suche nach den passenden Mitarbeitern deshalb früher als gedacht.
Nachdem die erste Baustelle geöffnet ist, kann der eigentliche Ausbau starten. Als Grundlage wird zunächst ein Bereich für die Mittelstrecke errichtet. Danach folgen die wichtigsten Terminaleinrichtungen:
- Check-in-Schalter,
- Sicherheitskontrolle,
- Passkontrolle,
- Gepäckabfertigung,
- Boarding-Schalter,
- zusätzliche Terminaleinrichtungen für Komfort und Passagierzufriedenheit.
Gerade bei der Passkontrolle zeigt sich, dass die Platzierung nicht immer sofort selbsterklärend ist. Die Einrichtungen müssen passend ausgerichtet werden, damit die Passagiere den vorgesehenen Weg durch das Terminal nehmen können.
Im Test lag die beobachtete Kapazität des Terminals zunächst bei ungefähr 54 Passagieren pro Stunde. Dieser Wert ist als Zwischenstand aus dem Video zu verstehen und nicht als allgemeingültige Grenze des Spiels. Durch weitere Schalter und bessere Abläufe lässt sich die Abfertigung später optimieren.

Ohne Dienste hebt kein Flugzeug ab
Ein Flughafen besteht in Airport Simulator: First Class nicht nur aus Terminalgebäuden. Für einen funktionierenden Flugbetrieb werden zahlreiche Dienste und Fahrzeuge benötigt. Genau hier beginnt im Madeira-Test die eigentliche Fehlersuche.
Im Verlauf werden unter anderem folgende Einrichtungen und Fahrzeuge benötigt:
- Fahrzeugdepot für die Flughafenfahrzeuge,
- Treppenwagen für den Zugang zum Flugzeug,
- Gepäckwagen beziehungsweise Förderbandwagen,
- Catering-Gebäude und Catering-Truck,
- Inspektionsgebäude und Inspektionsfahrzeug,
- Treibstoffdepot oder Tankstelle und Tanklaster,
- Flugverkehrskontrollturm,
- gegebenenfalls ein Verwaltungsgebäude,
- zusätzliche Techniker und Arbeitskräfte.
Das Problem: Das Spiel zeigt nicht immer intuitiv, welche Voraussetzung gerade noch fehlt. Im Video werden deshalb mehrere Schleifen gedreht. Mal fehlt ein Fahrzeug, mal ist das Depot voll. An anderer Stelle sind zwar Arbeiter vorhanden, aber nicht mit dem passenden Profil. Auch Techniker können schnell zum Engpass werden.
Besonders verwirrend ist die Unterscheidung zwischen Kurz- und Mittelstrecke. Ein kleines Flugzeug wirkt zunächst wie ein Mittelstreckenflug, benötigt aber möglicherweise eine andere Lizenz und andere Dienste. Wer hier die falsche Kategorie auswählt, sucht anschließend lange nach einem Fehler, der eigentlich nur in der fehlenden Lizenz liegt.

Lizenzen, Beziehungen und die erste Airline
Nach dem ersten Ausbau geht es an die Freischaltung der Fluggesellschaften. Dafür müssen passende Lizenzen aktiviert und die nötigen Voraussetzungen erfüllt werden. Im Video wird zunächst eine Airline ausgewählt und anschließend versucht, den ersten Flugvertrag einzurichten.
Der Weg dorthin besteht aus mehreren Schritten:
- passende Lizenz für Kurz- oder Mittelstrecken freischalten,
- eine erste Airline-Partnerschaft auswählen,
- einen Flugvertrag unterzeichnen,
- Vertragsplätze erweitern,
- Flugzeiten und Strecken in den Flugplan eintragen,
- prüfen, ob alle benötigten Dienste verfügbar sind.
Eine Airline allein reicht also nicht aus. Selbst wenn sie grundsätzlich freigeschaltet wurde, kann der Flugplan noch blockiert sein, wenn etwa ein Fahrzeugdepot, ein Kontrollturm oder eine Terminaleinrichtung fehlt.
Weitere Airlines werden über Flughafenpunkte, Beziehungen, Voraussetzungen und Standortfortschritt verfügbar. Teilweise helfen auch Dekorationen dabei, bestimmte Freischaltungen zu erreichen. Das wirkt auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich, passt aber zum Spielprinzip: Der Flughafen soll nicht nur funktional, sondern auch attraktiver und erfolgreicher werden.
Der erste laufende Flughafenbetrieb
Der spannendste Moment des Neustarts kommt, als das erste Vorfeld aktiviert wird und tatsächlich ein Flugzeug in Madeira landet. Plötzlich wird aus der Baustelle ein echter Flughafen.
Eine Airline landet, Passagiere steigen aus und weitere Gäste bewegen sich durch das Terminal. Nun zeigt sich, ob die bisherige Planung funktioniert:
- Können die Passagiere schnell genug einchecken?
- Reicht die Kapazität der Sicherheitskontrolle?
- Funktioniert die Passkontrolle?
- Sind Gepäck-, Catering-, Inspektions- und Tankdienste verfügbar?
- Sind genug Fahrzeuge und Techniker vorhanden?
- Erreichen die Passagiere pünktlich das Boarding?
Im Video funktionieren einige Ziele bereits ordentlich. Die Airline bewertet unter anderem Restaurants und Komfort, Pünktlichkeit sowie die Bedingungen auf dem Vorfeld. Bei den Restaurants und der Pünktlichkeit sieht der erste Durchlauf vielversprechend aus. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Abfertigungsdauer noch optimiert werden muss. Auch die Passkontrolle kann zum Flaschenhals werden.
Das ist ein wichtiger Punkt des Spiels: Ein Flug kann grundsätzlich möglich sein und trotzdem keine perfekte Bewertung erhalten, weil die Passagiere zu lange warten. Mehr Schalter, bessere Wege und ausreichend Personal sind deshalb langfristig genauso wichtig wie neue Gebäude.
Das eigentliche Problem-solving macht den Reiz aus
Der Madeira-Neustart ist weniger ein schneller Action-Einstieg als ein Puzzle. Immer wieder muss herausgefunden werden, warum ein Flug noch nicht starten kann.
Im Video führen die Probleme unter anderem zu:
- fehlenden Lieferanten,
- falsch ausgewählten Arbeiterprofilen,
- zu wenigen Technikern,
- vollen Fahrzeugdepots,
- nicht verfügbaren Diensten,
- fehlenden Terminaleinrichtungen,
- einer noch nicht freigeschalteten Lizenz,
- einem fehlenden Verwaltungsgebäude oder Kontrollturm,
- falsch eingeordneten Kurz- und Mittelstreckenflügen.
Diese Sucharbeit kann gelegentlich frustrieren, vor allem weil die Hinweise nicht immer eindeutig sind. Gleichzeitig entsteht genau daraus der motivierende Management-Loop: bauen, testen, beobachten, Fehler finden und den Flughafen verbessern.
Tipps für den Madeira-Start
- Vor dem Bauen prüfen, welche Lizenz und welches Personal benötigt werden.
- Kurz- und Mittelstreckenanforderungen nicht verwechseln.
- Fahrzeugdepots und Dienstfahrzeuge früh einplanen.
- Check-in, Sicherheitskontrolle und Passkontrolle nicht zu knapp dimensionieren.
- Vertragsplätze, Flugzeiten und Passagierströme regelmäßig kontrollieren.
- Zufriedenheit, Abfertigungsdauer und Track Record auswerten.
- Geld nicht vorschnell für unnötige Pakete oder Dekorationen ausgeben.
Pro und Contra des Madeira-Updates
Pro
- atmosphärischer Inselstandort mit Hügeln und eigenem Charakter,
- echter Neustart für langfristige Motivation,
- neue Flughäfen, Airlines und Fortschrittsziele,
- viele miteinander verknüpfte Management-Systeme,
- spannende Optimierung von Personal, Fahrzeugen und Passagierwegen.
Contra
- Voraussetzungen werden nicht immer klar erklärt,
- der Einstieg besteht zunächst aus viel Aufbau- und Sucharbeit,
- fehlendes Startgeld macht den Neustart deutlich langsamer,
- Kurz- und Mittelstrecken können anfangs leicht verwechselt werden,
- manche Flugprobleme sind erst nach längerer Fehlersuche nachvollziehbar.
Fazit: Schön, motivierend – aber nichts für Ungeduldige
Das Madeira-Update für Airport Simulator: First Class ist kein schneller Rundflug über eine bereits fertige Insel. Stattdessen beginnt ihr auf einer fast leeren Baustelle und müsst euch den Flughafen Stück für Stück zurückerarbeiten.
Die ersten Minuten bestehen deshalb eher aus Freischalten, Bauen, Personalverwaltung und Fehlersuche als aus spektakulärem Flugbetrieb. Wer sich darauf einlässt, bekommt aber genau den Management-Loop, der das Spiel interessant macht. Jeder funktionierende Dienst, jeder neue Vertrag und jedes erfolgreich abgefertigte Flugzeug fühlt sich wie ein kleiner Fortschritt an.
Madeira ist dabei atmosphärisch gelungen und bietet mit der Inselkulisse einen schönen neuen Standort. Die Erklärung mancher Voraussetzungen könnte allerdings besser sein. Besonders bei Fahrzeugen, Lizenzen und Diensten ist gelegentlich Eigeninitiative gefragt.
Für Fans von Airport Simulator: First Class lohnt sich der neue Standort daher besonders dann, wenn ihr langfristigen Fortschritt, Freischaltungen und Optimierung mögt. Wer sofort einen fertigen Flughafen erwartet, sollte etwas Geduld mitbringen. Unser Madeira-Flughafen hat im Test immerhin schon die Türen geöffnet – und genau dort beginnt das eigentliche Abenteuer.
Den kompletten Neustart könnt ihr im Nerdoase-Video auf YouTube verfolgen. Einen älteren Erfahrungsbericht zum Spiel findet ihr außerdem im Artikel „Abenteuer im Wolkenland: Mein Airport Simulator: First Class Erlebnis“.


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